Angebote für werdende und junge Eltern im Raum Koblenz. Teil 1: Geburtskliniken

Welche Geburtskliniken gibt es in Koblenz und Umgebung? Welche Angebote gibt es für werdende und junge Eltern? Wo bekomme ich Informationen und einen Überblick?

Werdende Eltern (also wenn das Baby noch im Bauch ist) müssen sich meist erstmal einmal sortieren, welche Krankenhäuser und Geburtshäuser es für die eigene Entbindung in und um Koblenz gibt. Diese möchte ich hiermit im Teil 1 der zweiteiligen Serie „Angebote für werdende und junge Eltern im Raum Koblenz“ aufführen.

Im Teil 2 dieser kleine Serie werde ich Angebote für junge Eltern (also wenn das Baby schon da ist) beschreiben, insbesondere diese, die ich selbst wahrgenommen habe oder wahrnehmen werde. Doch zunächst zu den Angeboten für werdende Eltern, nämlich den Geburtskliniken.

In Koblenz und Umgebung gibt es mehrere Möglichkeiten, wo wir Frauen entbinden können.  Hier ein kleiner Überblick, Stand April 2018:

Bis vor kurzem gab es noch eine Geburtsklinik in der Umgebung in Lahnstein, die aber schließen mussten (siehe: Artikel RheinZeitung 23.7.2015). 

Grundsätzlich finde ich die Wahl der passenden Klinik oder des passenden Geburtsortes wichtig, um sich emotional gut auf die Geburt vorbereiten zu können. Schwangerschaft bedeutet ja oft: abwarten. Countdown runterzählen. Niemand weiß genau, wann das Baby kommen möchte. Und mit Kreissaalbesichtigung und weiteren Vorsorgemaßnahmen wie Geburtsvorbereitungskurs, Akkupunktur etc. haben die Eltern wenigstens das Gefühl, etwas aktiv tun zu können und die Wartezeit aufs Kind sinnvoll zu gestalten.

Sehr viele werdende Eltern besichtigen also den Kreißsaal vor der Geburt. Ich kann empfehlen, sich vor der Besichtigung Gedanken zu machen, auf was Du wert legst, z.B. niedrige Kaiserschnittrate, welche Schmerzmittel gegeben werden, ob eine Wassergeburt möglich ist etc.. Ansonsten landest Du im „Kreißsaal-Tourismus“. Kliniken verdienen an der Geburt Geld. Obwohl die Geburtenrate in Deutschland am steigen ist, werben die Geburtskliniken um die Patienten. Die grundsätzlich sinnvollen Kreißsaal-Führungen werden angeboten, die für die Krankenhäuser aber eine Art von Marketing sind, was man im Hinterkopf behalten sollte.

„Mein Freund und ich hatten fleißig Kreißsaal-Tourismus betrieben. Entscheidend für die Geburt, heißt es, ist vor allem ein Ort, an dem man sich wohlfühlt. Soll es ein Geburtshaus sein, eine Hausgeburt oder ein Krankenhaus? Mit oder ohne angrenzendem Hotel? Mit oder ohne Wanne? Welche Farbe sollen die Wände haben? Wir hätten da Grün, Rot und Blau. Schauen Sie, ein Tuch, das von der Decke hängt. Ein Pezziball, auf dem man rollen kann. Sie wollen Ihr Kind nachts bei sich haben? Wir haben auch Rooming-in! Es war, als würden wir eine Wellness-Behandlung buchen.“ (Wer den gesamten Bericht lesen möchte, sei hiermit gewarnt: ungeschönte Wahrheit!: „Es ist ein Ziegelstein“ von Emilia Smechowski, erschienen in der TAZ am 19.1.2016.)

Dem Kreissaal Tourismus stehe ich auch kritisch gegenüber. Letztendlich wollte ich bei der Geburt nur noch eines: weniger Schmerzen haben. Da war mir die Farbe der Wände und ob es die Getränke kostenlos angeboten werden, herzlich egal.

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Geburtsklinik Marienhof Wickeltisch

Allerdings habe ich bei meiner ersten Geburt dermaßen schlechte Erfahrungen mit der Klinik gemacht, dass ich diesmal einen bessere Umgebung, Betreuung und Versorgung haben wollte. Bei Toni (meinem ersten Kind) hatte mir im Vorfeld keine Gedanken gemacht, dass der eine Geburtsort vielleicht rücksichtsvoller und angenehmer ist als ein anderer. Daher habe ich mir bei der zweiten Geburt gut überlegt, wo ich die Geburt und die ersten Tage mit meinem Sohn erleben möchte.

Letztendlich war ich im Marienhof zur Geburt und bin mit dieser Entscheidung total zufrieden! Ausschlaggebend waren für mich die hochwertige Ausstattung an medizinischen Geräten im Kreissaal, die mögliche Gabe von Schmerzmitteln, die nette Atmosphäre bei der Besichtigung der Station, die Möglichkeit des „Daddy In“ (ist dort allerdings sehr teuer mit 135 Euro pro Nacht), die Nähe zur Kinderklinik im Kemperhof und die Nähe zu unserer Wohnung, damit mich Pepes Papa und Pepes Bruder oft besuchen kommen können.

Wenn ihr Anmerkungen zu den Geburtskliniken rund um Koblenz habt, schreibt sie gerne in die Kommentare. Bestimmt interessant und hilfreich für andere werdende Eltern!

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Madita sagt:

    Ganz tolle und liebevolle Begleitung vor, während und nach der Geburt meiner 2 Kinder durch die tollen Hebammen im Geburtshaus Metternich! Sehr liebevoll und persönlich, ein ganz privater Rahmen. Sehr natürlich, professionell und herzlich. Für uns perfekt!
    Gibt auch tolle Kurse. Verschiedene vorbereitungskurse, säuglingspflege, erste Hilfe beim Säugling und Kind, rückbildungskurs und babymassage, sowie den Mama Treff und stillberatung habe ich alle mitgemacht.
    Kann ich sehr empfehlen❤

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Madita, vielen Dank, dass du deine Erfahrungen mit dem Geburtshaus in Metternich teilst. Hört sich super an.Lieben Gruß!

      Gefällt mir

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