Zehn Haustiere auf Zeit. Oder: Wie wird aus der Raupe ein Schmetterling?

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Die Metamorphosen eines Schmetterlings konnten wir dieses Jahr zehnmal und hautnah in unserem Wohnzimmer miterleben. Toni hatte zum Geburtstag ein Schmetterlingsgarten Set bekommen. Weil es ein super Erlebnis war (Danke an meine Cousine für den Tipp!), würde ich es gerne hier mit Euch teilen.

Das Schmetterlingsgarten-Set kam mit einer spannenden Aufschrift hier an: Achtung, Lebende Insekten! – nach Erhalt Paket sofort öffnen. Natürlich und tatsächlich waren 2 Plastikbecher mit je 5 kleinen Raupen darin. Das Ganze kam sehr nett verpackt an. Poster, Aufkleber. Anleitung und alles nötige, was die kleinen Insekten brauchen, befindet sich in der Box. Die Enttäuschung kam aber schnell: „sie bewegen sich ja gar nicht.“ Einfach 10 kleine Würmchen, ca. 1 cm groß. Namen wurden schnell vergeben. Aber aufgrund erhöhter Verwechslungsgefahr wurde dann doch jeder Wurm „Berti“ genannt. Unsere ersten Haustiere, juhu!

Berti 1- 10 änderten sich ziemlich schnell. Die Würmer fressen und wachsen. Und tun nichts anderes, daher können sie beides gut und zügig. Täglich wurden die kleinen Raupen dicker und dicker. Wir konnten sogar sehen, wie sie sich ab und zu häuten, während sie wachsen. Richtig fett sind sie geworden!

Nach ca 10 Tagen klettern die Raupen zum Deckel hoch , spinnen sich ein und hängen sich im Deckel in Form eines „J“. So bleiben sie erstmal hängen: im Inneren passiert erstaunliches, was wir danach bewundern durften. 

Endlich war es dann soweit: Eines Morgens war der erste Distelfalter aus der Raupe geschlüpft. Endlich konnte wir mit Füttern loslegen. Entweder selbstgemachtes Nektar (= mit Zucker vermischtes Wasser) oder Obststücke. Pepe versuchte es zwischenzeitlich auch mal mit Nutella-Brot, das kam aber erstaunlicherweise gar nicht so gut an. Neben der Metamophosen war dies der interessanteste Part. Namen wurden erneut vergeben. Die Beobachtung dieser faszinierenden Tiere war und ist sowohl für Kinder als auch für die Eltern spannend.

Nach einigen Tagen haben wir sie freigelassen – standesgemäß im Schlossgarten am Koblenzer Schloß. Erstaunlich, wie schwer der Abschied fiel. Es wurden ihnen noch einige gute Tipps mit auf den Weg gegeben. Zum Beispiel beim Corona Stoßlüften sollten sie auf die Fensterbank fliegen. Und wie man sich vor Feinden wehrt und überhaupt was es alles in der richtigen Welt zu beachten gibt. Richtig rührend fand ich das. Wir haben uns von jedem einzelnen „Berti“ gebührend verabschiedet. Passenderweise war Toni am selben Nachmittag noch auf einen Kindergeburtstag im Schmetterlingsgarten Bendorf-Sayn eingeladen. 

Tja, und wenn wir am Schloß auf dem Spielplatz oder der Skaterbahn sind, sehen wir ab und zu noch Berti um uns herum fliegen …

Für uns war es ein sehr schönes, erstes Haustiererlebnis!

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